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Big Data Analytik und die Krebsforschung

Die DACH-Region befindet sich, was die Lebenserwartung betrifft im internationalen Spitzenfeld. In Deutschland liegt sie bei gut 81, in Österreich bei knapp 82 und in der Schweiz gar bei 83 Jahren. Diese positiven Zahlen sollten jedoch nicht über die ungebrochene Urgenz für Forschungsfortschritt hinwegtäuschen. Krebserkrankungen beispielsweise halten die Gesellschaft ungebrochen in Atem. Fast jede/r weiß von tragischen Fällen, in denen ein anderer Mensch Krebs erleiden musste. Nichts wäre schöner, als diesen Menschen wirklich helfen zu können. Herkömmliche Methoden wie zB die Chemotherapie gehen mit ernsten Begleiterscheinungen einher. Demzufolge ist Fortschritt in der Krebsforschung nicht nur wünschenswert, sondern angesichts der betroffenen Menschenleben ein Muss. Der Pharmaziekonzern Hoffmann-La Roche AG aus Basel in der Schweiz ist ein Pionier in diversen Sparten der Diagnostik und Gesundheitsforschung – darunter auch der Krebsforschung. Kernelement ihres weltweiten Erfolgs ist der hohe Innovationsgrad, der durch großzügige Investitionen in Forschung und Entwicklung ermöglicht wird. Laut dem stellvertretenden Leiter für Clinical Development bei Genentech (eine Tochter der Roche Group) hat Big Data die Forschung verändert und der Dynamik neuen Schwung verliehen. Er nennt fünf Aspekte wie Big Data der Krebsforschung helfen kann: • (Mehr) Daten von Krebserkrankten ist wesentlich für die Forschung Tausende von Menschen sind in laufender Krebsbehandlung. Nur ein Bruchteil von ihnen (2%) nehmen in Forschungsprogrammen teil. Das Potenzial für wichtige Daten, die Ärzten helfen würden, Entscheidungen über Behandlung und Medikamente zu treffen, ist also riesig. • Prognose des Krankheitsverlaufs Sollte die Datengrundlage in nicht allzu ferner Zukunft umfassender sein, könnte die Anwendung von Data Analysis Programmen helfen, langfristige Entwicklungen zu prognostizieren. Ärzte könnten diese Informationen nutzen, um zu entscheiden, für wen eine stärkere Dosierung zu einer Verbesserung führen wird. • Entwickelte Wirkstoffentdeckung Data Sets von präklinischen Studien werden genutzt, um Wirkstoffkombinationen zusammenzustellen, die auf den individuellen Patienten zugeschnitten sind. Das ist deshalb wichtig, weil Krankheitsverläufe unterschiedlicher Natur sind. • Öffentliche Fragen in Gesundheit und Forschung beantworten Ist Rauchen tatsächlich ein entscheidender Faktor für Krebs? Früher war es schwierig, über solche Fragen zu diskutieren, wohingegen heute Big data klarere Ergebnisse liefert. • Betroffene können einen Unterschied machen Last but not least können Menschen, die von Krebs betroffen sind direkt einen Beitrag für die Krebsforschung leisten. Durch das Teilen von genetischen Daten und Gesundheitsinformationen werden Datenbanken bereichert und somit die Grundlage für die Krebsforschung verbessert. Ohne Frage – Big Data hilft der Krebsforschung und ist äußerst wichtig für ihren Fortschritt. Es ist jedoch wichtig zu erkennen, dass Big data nicht sämtliche Probleme in Krebsforschung und –Behandlung lösen kann. Data Science ist vielmehr ein ergänzender Bereich, der im Zusammenspiel mit anderen (auch herkömmlichen) Arten von Forschung und Entwicklung etwas bewirken kann.

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